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DLNA                                        

Die Digital Living Network Alliance (DLNA) ist eine internationale Vereinigung von Herstellern von Computern, Unterhaltungselektronik und Mobiltelefonen.

Aufgabe und Wirken: Ziel der DLNA ist die Sicherstellung der Interoperabilität von informationstechnischen Geräten unterschiedlicher Hersteller aus dem Bereich Heim und Eigengebrauch. Dieses Ziel erreicht die Organisation durch die gemeinsame Entwicklung und laufende Aktualisierung von technischen Leitlinien (Home Networked Device Interoperability Guidelines) für Entwickler und Hersteller von Geräten aus dem Bereich Verbraucherelektronik, EDV und Mobilgeräten. Von der DLNA zertifizierte Geräte dürfen vom Hersteller mit dem DLNA-Logo versehen und beworben werden und werden außerdem auf einer von der DLNA betriebenen Webseite genannt.

Organisation: Der Vorläufer der DLNA wurde im Jahr 2003 von Sony und Intel unter dem Namen "Digital Home Working Group" gegründet. Der DLNA gehören nach Angaben der Organisation mehr als 250 Mitglieder aus 20 Ländern an. Die Verwaltung der DLNA hat ihren Sitz in Beaverton, Oregon. Vorstandsvorsitzender und Präsident ist Scott Smyers von Sony.

DLNA 1.5 (2012)

Einheitliche Standards ermöglichen dem Nutzer maximale Freiheit. Per HDMI lassen sich etwa alle neuen Fernseher, Blu-ray-Player, AV-Receiver und HDTV-Set-Top-Boxen beliebig miteinander verbinden. Beim Medien-Streaming im Netzwerk war das lange Zeit nicht der Fall: Manche Hersteller legten dem DVD-Player eine PC-Software bei, um ihn über das Netzwerk mit Medien vom Computer zu versorgen; Spieler anderer Hersteller konnten jedoch mit den Daten aus dem Netzwerkkabel nichts anfangen. Eine einheitliche Sprache für Unterhaltungselektronik zu etablieren hat erst die Digital Living Network Alliance (DLNA) geschafft. Die Vorteile für den Nutzer: Ausser mehr Freiheit erhält der Anwender mehr Komfort durch eine einfachere Installation. Um in den Genuss dieser Annehmlichkeiten zu kommen, war viel Vorarbeit nötig. Nach der Gründung durch Microsoft schlossen sich 1999 viele große Computer-und Unterhaltungselektronik-Hersteller im UPnP-Forum zusammen. Das Ziel: Der Standard Universal Plug and Play (UPnP) sollte die Ansteuerung von Geräten unterschiedlicher Hersteller im Heimnetzwerk vereinfachen. Das Ergebnis: Bindet man jetzt UPnP-zertifizierte Komponenten ins Netzwerk ein, bekommen sie automatisch eine IP-Adresse zugewiesen, die für den Datentransfer wichtig ist. Sie melden sich bei den anderen Geräten im Netzwerk an und teilen ihnen mit, was sie können. Danach haben die anderen UPnP-zertifizierten Geräte Zugriff auf den "Neuling", ohne dass der Nutzer etwa speziell nach dem Gerät im Netzwerk suchen muss. Die Erweiterung UPnP AV geht auf die Anforderungen beim Audio-und Video-Streaming ein. Darin werden verschiedene Geräteklassen wie Server, Renderer und Control Points festgelegt, die man in den DLNA-Spezifikationen wiederfindet. Damit sind nach UPnP AV zertifizierte Geräte in der Lage, Videos, Bilder und Musik im Netzwerk zu streamen, wie man es von DLNA kennt. Die Erweiterung unterstützt auch Quality of Service (QoS): Dadurch lassen sich bestimmte Nutzer und Inhalte beim Verteilen der Datenübertragungsrate bevorzugen. DLNA geht einen Schritt weiter. Die 2003 gegründete Vereinigung will einen größtmöglichen Grad an Interoperabilität gewährleisten und legt deshalb noch mehr Details fest. In den "Interoperability Guidelines v1.0" von 2004 wird etwa genau beschrieben, welche Video-, Audio-und Videoformate DLNA-zertifizierte Geräte unterstützen müssen. Die Anzahl ist äusserst gering. DLNA will nach eigener Auskunft nur Mindestanforderungen bestimmen. Zu den Dateien zählen JPEGBilder, Audio-Titel als Stereo-LPCM und MPEG-Videos. Ausserdem führen die "Guidelines" die beiden Geräteklassen Digital Media Player (DMP) und Digital Media Server (DMS) auf.

Zwölf Geräteklassen
Mit der aktuellen DLNA-Version 1.5 (2012) wurde die Zahl der Kategorien deutlich vergrössert. Der Sprung auf zwölf Klassen ist auch bedingt durch die Aufnahme von mobilen Geräten mit eigenen Klassen. Für das Heimnetzwerk sind fünf Gruppen spezifiziert: Digital Media Server stellen Videos, Bilder und Musik im Netzwerk bereit. Es kann sich dabei um spezielle Netzwerk-Festplatten (NAS) oder um Computer mit entsprechender Server-Software handeln. Digital Media Player bedienen sich bei Servern, um die auf diesen liegenden Medien wiederzugeben. Viele TVs, Blu-ray-Player, AV-Receiver und HDTVTuner zählen zu dieser Kategorie. Digital Media Controller (DMC) sind häufig Anwendungen (Apps) auf Smartphones. Aber auch Computer-Programme können diese Steuerfunktion besitzen. Über sie kann der Nutzer Inhalte von Servern auswählen und sie an einen Renderer schicken, damit dieser sie wiedergibt. Spezielle Apps von Herstellern, um den TV oder Bluray-Player zu steuern, fallen nicht unter diese Kategorie. Digital Media Renderer (DMR) lassen sich nur von externen Controllern steuern. Der Anwender kann also nicht aktiv auf dem Renderer Inhalte von einem Server auswählen.

Digital Media Printer (DMPr) stellen Druckdienste im Netzwerk bereit. Ein Gerät ist dabei nicht auf eine der fünf Klassen beschränkt. TVs oder Blu-ray-Player sind etwa zum Teil gleichzeitig Player und Renderer. Mit der DLNA-Version 1.5 wurden auch optionale Medienformate zusätzlich zu den verpflichtenden eingeführt, die Geräte unterstützen können, aber nicht müssen. Dazu zählen die Bildformate GIF, TIFF und PNG, die Audiodateien MP3, WMA9, AC-3, AAC und ATRAC3plus sowie die Videoformate MPEG-1, MPEG-4 und WMV9. Ein Server soll dabei die Dateien in das passende Format umwandeln, falls der Player, Renderer oder Drucker sie nicht versteht. Viele dieser Geräte sind jedoch flexibel und unterstützen eine grössere Anzahl an Dateiformaten.

Genau geregelt
DLNA 1.5 beschreibt zahlreiche weitere Bereiche der Datenübertragung, die zum Teil aus der Version 1 übernommen wurden. In der aktuellen Version wird etwa festgelegt, wie Daten übertragen (über HTTP) und wie Inhalte identifiziert, gesteuert sowie verteilt (UPnP) werden. Dazu kommt, wie sie sich verbinden (per LAN, WLAN oder MoCA (Multimedia over Coax Alliance) und wie sie miteinander kommunizieren (via Internet Protocol v4). Auch wichtige Kopierschutzfragen werden geregelt: Wie werden etwa Inhalte auf dem Weg vom Sender zum Empfänger geschützt, oder wie können Inhalte-Anbieter das Streamen erlauben, aber das Kopieren einschränken? Von all diesen technischen Details bekommt der Nutzer im Normalfall nichts mit. Denn das grosse Ziel ist, es dem Nutzer so einfach wie möglich zu machen. Er soll sich keine Gedanken darüber machen, welche Geräte miteinander harmonieren oder welche Formate jetzt unterstützt werden. DLNA soll vielmehr ein Gütesiegel sein, das die Interoperabilität von Netzwerk-Geräten kennzeichnet: Wenn der Nutzer seinen DLNA-Player startet, sollen automatisch alle Server aufgelistet werden. Wenn er auf seinem Smartphone die Control-Software startet, sollen ohne sein Zutun neben den Servern auch die Renderer präsentiert werden. Und wenn er eine Videodatei auswählt, soll sie der Renderer abspielen können. Das klappt bei den derzeitigen Geräten, solange man sich auf die Standard-Medienformate beschränkt. Bevor Sie also ein DLNA-Gerät kaufen, sollten Sie sicherstellen, dass der Server die Video-, Musik- und Bilddateien unterstützt, die Sie einsetzen möchten – genauso wie beim Player oder Renderer.

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